Datenanalyse und internationale Vernetzung schreiten voran

Was seit den Seismik-Messungen geschehen ist erfahren Sie hier.

Die Auswertung der im Herbst 2018 gemessenen 3D Seismik wurde mit Anfang 2019 begonnen. Unser Kooperationspartner OMV wertet die Daten dabei in mehreren Bearbeitungsschritten aus und übergibt die Zwischenergebnisse laufend an das GeoTief-Projektteam. Basierend auf den ersten Resultaten wurden bereits erste grobe Modelle über den geologischen Aufbau des Untergrunds im Potenzialgebiet erarbeitet.

Begleitende geologische Forschungsarbeiten

Die wasserführenden Gesteine im Untergrund Wiens sind ähnlich den Gesteinen wie sie auch in den Kalkalpen im Süden Wiens auftreten (z.B. Hohe Wand). Deshalb analysieren die Universität Wien, die Geologische Bundesanstalt und das GFZ Potsdam Gesteinsproben aus dem Gebirge und aus Steinbrüchen an der Oberfläche. Dadurch können die ForscherInnen die Eigenschaften dieser Gesteine im Untergrund (z.B. Wasserdurchlässigkeit) besser verstehen.

Darüber hinaus baut die Geologische Bundesanstalt (GBA) auf Basis aller ihr verfügbaren Daten kontinuierlich ein regionales Untergrundmodell des Wiener Beckens auf. „Im weiteren Projektverlauf soll darauf aufbauend auch ein öffentlich verfügbares Modell entstehen“, stellt Gregor Götzl von der GBA in Aussicht.

Internationale Aktivitäten tragen erste Früchte

Erste Projektinhalte wurden auf einem eigenen Messestand auf der „Geotherm Offenburg 2019“ präsentiert. Auch am World Geothermal Congress im April 2020 war ein Vortrag vorgesehen. Dieser erfolgt aufgrund der Absage des Kongresses im Jahr 2021.

Im Zuge von Reisen im Herbst 2019 zu mehreren Geothermieanlagen in Mitteleuropa (Frankreich, Ungarn, Deutschland und Schweiz) konnte das Team von Wien Energie und AIT wichtige Erfahrungen zu den wichtigsten Aspekten bei der Umsetzung und dem Betrieb von Geothermieanlagen sammeln. Dieser erfolgreiche Austausch wurde auch 2020 weitergeführt. Bei einem Besuch bei den Stadtwerken München, konnte sich das Projektteam ein Bild davon machen, wie die Geothermie in einer Großstadt erfolgreich umgesetzt werden kann. In München werden bereits mehrere Geothermieanlagen für die Wärmeversorgung der Stadt betrieben.

Mitwirkung bei der Gründung des „Geothermie-Verein Österreich“

„Besonders stolz sind wir auf die Gründung des Vereins Geothermie Österreich (GTÖ) , zeigt sich Peter Keglovic begeistert. Dessen Gründung konnte unter anderem durch die Mitarbeit vieler ProjektpartnerInnen aus GeoTief EXPLORE erreicht werden und stellt erstmalig eine Interessensvertretung für die Geothermie in Österreich dar.